Samstag, 02.05.2015

Blutspritzer und leuchtende Schuhabdrücke

Am letzten Donnerstag, den 30. April 2015, bin ich mit meinem Kurs "Advanced Forensic and Analytical Science" in das forensische Labor von Nordirland gefahren. Dieses liegt in dem kleinen Ort Carrickfergus ca. 30 min Autofahrt von Belfast entfernt. Um 12:00h mittags gings los. Wir sind nur sechs Studenten in diesem Kurs und, da einer nicht dabei sein konnte, waren wir zu fünft plus unser Dozent Dr. Steven Bell.

Dort angekommen mussten wir uns anmelden und jeder von uns bekam einen Besucherausweis. Dan ging's erstmal in die Kantine, wo wir uns von der anstrengenden Fahrt mit einem Milchkaffee erholten :P. Insgesamt waren es vier Mitarbeiter des forensischen Labors, die sich an dem Tag um uns gekümmerten. Zwei waren aus der "Footprint" und zwei aus "Bloodstain" Abteilung. Unser Workshop fand in einer Art Lagerhalle statt. Dort hatten sie an einer Wand mit Schafblut für uns Muster und Flecken vorbereitet, wie man sie an einem richtigen Tatort findet. Zuerst haben uns die beiden Frauen aus der "Bloodstain" Abteilung erklärt, wie die unterschiedlichen Muster heißen, wie sie zu Stande kommen und wie man mit ihrer Hilfe den Tathergang rekonstruieren kann. Im Anschluss haben sie noch geduldig alle unsere Fragen beantwortet und davon hatte wir viele.

Advanced Forensic and Analytical Science Course

Schließlich bekamen wir von den "Footprint" Leuten Overalls, Überschuhe, Handschuhe, Kopfbedeckungen und Masken, denn alles sollte ja möglichst autentisch sein. Diese Schutzkleidung ist notwendig, damit der Tatort nicht mit DNA und anderen Verunreinigungen durch die Ermittler kontaminiert wird. Nun erklärten uns die beiden aus der "Footprint" Abtielung, wie sie routinemäßig an einem Tatort vorgehen und führten uns auch verschiedene Techniken vor. Z.B. wie man mit Staubfußabdrücken umgeht. Man legt eine besondere Folie darüber und lädt diese mit Hilfe eines entsprechenden Geräts elektrisch auf, sodass der Staub daran haftet. Danach dreht man sie um und auf dem schwarzen Untergrund können dann Fotos mit unterschiedlichen Lichtbedingungen gemacht werden.

Spezialfolie für ölige Schuhadrücke Beschriften der Folienrückseite

Schlielich bekamen wir Notizblöcke und wurden aufgefordert, den präparierten Tatort so genau wie möglich zu skizzieren. Dann durfte jeder von uns selbst erst einen Fußabdruck mit Hilfe eines fluoresziereden Puders nehmen und danach, einen anderen mit Hilfe einer Folie, die speziell für ölige und fettige Schuhabdrücke gedacht ist. Außerdem wurde uns gezeigt, wie wir diese sowohl vor Ort als auch in unseren Skizzen richtig beschriften.

Blood stain interpretation Blood stain interpretation

Während dessen hatten die Ladies der "Bloodstain" Abteilung ein neues Muster an einer anderen Wand für uns vorbereitet. Dieses mussten wir skizzieren und es auf der Basis dessen, was sie uns vorher erzählt hatten, interpretieren. Am Ende musste dann jeder von uns einzeln einen kleinen Vortrag vor unseren vier Betreuern halten, in dem wir die Vorgehensweise bei den Fußabdrücken und die Interpretation des Blutmusters darlegen sollten. Mir hat der Tag sehr viel Spaß gemacht und es war sehr interessant mit den Leuten dort über ihren Beruf und Ihre Ausbildung zu sprechen.

Advanced Forensic and Analytical Science Course + Dr. Bell

Ich möchte die Gelegenheit noch nutzen, um euch auf den neusten Stand zu bringen, was meine Bewerbung beim BKA angeht. Also das BKA hat meine Bewerbung für ein Sommerpraktikum in ihrem forensischen Labor abgelehnt. Sie haben sie genau genommen gar nicht erst in Betracht gezogen, weil es sich bei mir nicht um ein Pflicht-, sondern um ein freiwilliges Praktikum handelt. Das BKA nimmt leider nur Pflichtpraktika. Nachdem ich diese Mitteilung erhalten hatte, habe ich mich auf die Suche nach forensischen und toxikologischen Laboren in ganz Deutschland gemacht, die für ein solches Praktikum infrage kämen. Insgesamt habe ich 15 Einrichtungen angeschrieben und gefragt, ob ein Praktikum möglich wäre. Drei davon haben mir bereits geantwortet, dass es gehen würde und mich um eine Bewerbung gebeten. Diese sind ...

... das Brandenburgische Landesinstitut für Rechtsmedizin (Potzdam)

... das Zentrum für Forensik und Toxikologie der Bioscientia (Ingelheim)

... die Abteilung forensische Toxikologie des Labor Dr. Wisplinghoff (Köln)

Des weiteren gab es zwei Stellen, die bereits auf ihren Internetseiten bestätigten, dass sie Praktikanten nehmen. Auch hier habe ich Bewerbungen geschickt. Diese sind ...

... der Bereich Toxikologie und Pharmakologie des Labors Berlin (Berlin)

... das Institut für Forensische Genetik GmbH (Münster)

Diese fünf Bewerbungen sind also momentan auf dem Weg. Mal sehen, was draus wird.

Samstag, 02.05.2015

She's the Star of the County Down ...

Hier gibt es wieder einen neuen irischen Klassiker für euch. Ich hoffe ihr habt Spaß dran.

Freitag, 01.05.2015

Inselabenteuer mit Elena

Vom 11. bis zum 15. April hatte ich Besuch von Elena. In der Nacht von Samstag auf Sonntag habe ich sie um 1:30h vom Busbahnhof in Belfast abgeholt. Zweieinhalb Stunden vorher war sie mit dem Flugzeug in Dublin gelandet und hatte von dort den Bus genommen. Gott sei Dank sind es nur ca. 10 min zu Fuß vom Busbahnhof bis zu meinem Haus. Nachdem wir zu Hause angekommen waren und noch gemütlich einen Tee getrunken hatten, sind uns dann auch die Augen zugefallen.

Am nächsten Morgen haben wir ausgeschlafen und dann gab es ein leckeres Frühstück in meiner Wohnheimsküche. Wir hatten uns für den Sonntag das Titanic Museum vorgenommen. Dieses liegt in einem sehr modernen großen Gebäude im Hafengelände von Belfast. Also ziemlich genau da, wo die Titanic gebaut wurde. Wir nahmen den Bus und verbrachten ungefähr zweieinhalb Stunden im Museum. Aber nicht, weil es danach nichts mehr zu sehen gegeben hätte, sondern weil das Museum dann zumachte. In dieser Zeit haben wir aber eine Menge interessante Sachen gesehen. Das Museum ist sehr zu empfehlen. Besonders haben uns die detailgetreu nachgebauten Passagierkabinen der ersten, zweiten und dritten Klasse gefallen, aber auch der Teil des Museums über den Bau des Schiffes war sehr gut gestaltet und sehr interessant. Damals hat tatsächlich so ungefvähr jeder Mann in Belfast an dem Schiff mitgearbeitet. Die Gallerie, die die Ursdachen und den Hergang des Schiffunglücks thematisierte, war eindrucksvoll, gruselig und traurig zugleich. Ich könnte mir gut vorstellen, das Museum ein zweites Mal zu besuchen, um die Teile zu sehen, für die wir nicht mehr so viel Zeit hatten, beispielsweise die Gallerie über Ozeanforschung und Tauchtechniken. Nachdem wir mit unserer Besichtigung fertig waren, mussten wir feststellen, dass kein Bus mehr fuhr und so sind wir gelaufen. Aber Belfast's Hafen im Sonnenuntergang war den Spaziergang dann auch wert. Zu Hause gabs Pasta mit Hünchen in Tomatensahnesoße (hmmm...lecker!!!). Das ist das Gute daran, wenn Elena da ist, dass dann auch richtig gekocht wird ^^.

Mein Zimmer Titanic Museum Im Titanic Museum Passagierkabine der ersten Klasse Abendessen

Für den Montag hatten Elena und ich bereits im Voraus eine Bustour gebucht, die uns die Sehenswürdigkeiten entlang der Antrim Coast zeigen sollte. Morgens um 9:30h ging's vom Busbahnhof am Europahotel in Belfast los. Es handelte sich um die gleiche Busgesellschaft, mit der ich auch schon die Game of Thrones Tour gemacht hatte (McComb's Coaches). Das Wetter war zwar am Morgen noch schlecht, es klarte aber über den Tag hinweg auf und wir hatten doch noch Sonnenschein. Wir waren eine überschaubare Gruppe von neun Personen und so machten wir uns in einem Minibus auf die Reise zusammen mit unserem wirklich netten Fahrer Patrick. Das erste Ziel war die Carrick-a-Rede robe bridge. Das ist eine Hängebrücke, die an an einem wunderschönen Küstenabschnitt eine winzig kleine Insel mit dem Festland verbindet. Da man vom Parkplatz noch ein Stück laufen muss, was aber bei der Natur auch wünschenswert ist, gab Patrick uns ca. eine Stunde Zeit. Elena und ich haben uns tatsächlich beiden getraut, trotz Schaukeln und Schwanken über die Brück zu gehen. Außerdem gab es hier auch sehr viele Vögel zu sehen, die sich in den Felsvorsprüngen der steilen Klippen sonnten. Der Ozean hatte eine ganz intensive blaugrüne Farbe. Danach fuhren wir weiter zur Bushmills Whiskey Distillery. Diese ist angeblich die älteste schriftlich belegte Whiskey-Brennerei der Welt. Hier waren wir allerdings nur zum Mittagessen und zum Stöbern im Shop, bevor es weiterging zum Höhepunkt der Tour, dem Giant's Causeway. Obwohl ich diesen schon von meiner letzten Tour kannte, hat es sich auch beim zweiten Mal wieder gelohnt, und außerdem konnte ich dieses Naturschauspiel Elena auf keinen Fall vorenthalten. Wir hatten hier zwei Stunden Zeit, um an den Klippen entlangzuschlendern und die sechseckigen Basaltsäulen in ihrer ganzen Schönheit zu bewundern. Auch Elena staunte nicht schlecht über die seltsame Form der Steine. Bevor unsere Zeit dort abgelaufen war, machten wir uns noch auf in den Pub, um Schutz vor dem Wind zu suchen und ein Cider(Anja) bzw. eine Scone+Tee(Elena) am Kaminfeuer zu genießen. Im Anschluss daran machte sich Patrick mit uns auf den Weg zurück nach Belfast, wobei wir noch kurz bei den DarkHedges haltmachten. Um ca. 19:00h waren wir wieder zu Hause und es gab selbstgemachte Pizza zusammen mit der ersten Folge der fünften Staffel Game of Thrones. Endlich!

nahe der Carrick-a-Rede bridge Carrick-a-Rede rope bridge nahe der Carrick-a-Rede bridge Ballintoy Harbour Giant's Causeway Giant's Causeway Scone+Tee für Elena

Da wir beide am Dienstag noch ein Bisschen erschöpft vom Montag waren, sind wir ersteinmal gemütlich Frühstücken gegangen in einem Cafe direkt neben meinem Wohnheim. Elena hatte einen Pancake-stack und ich Porridge mit frischem Obst. Wir hatten einen Platz am Fenster ergattert, wo es sich sehr gut aushalten ließ. Danach bekam Elena eine kleine Führung durch die Unigebäude und die Bibliothek. Schließlich waren wir noch in der Stadt shoppen und beschlossen am Nachmittag Scones zu backen. Wir waren dann auch so zufrieden mit unserem Ergebnis, dass wir meine Zimmernachberin Lucie  zu einem Tütencappocino und einer selbstgebackenen Scone eingeladen haben. Abends waren wir mit drei Freunden von mir in der "Bar with no name", einem Pub nicht weit entfernt.

French Village Cafe Belfast French Village Cafe Belfast Queen's University main building Scones Backen Selbstgebackene Scones The bar with no name

An Elena's letztem Tag, dem Mittwoch, hatten wir beschlossen nach Newry zu fahren. Das ist eine etwas größere Stadt auf halber Strecke zwischen Belfast und Dublin im wunderschönen County Down nahe den Mourne Mountains. Da wir, bis Elena den Bus nehmen musste, nicht so extrem viel Zeit hatten, sind wir einfach durch die Stadt geschlendert und haben dann in einem kleinen Bistro einen sehr leckeren Salat zu Mittag gegessen. Newry ist außerdem bekannt für seine Einkaufsmöglichkeiten. Dort wurden kürzlich zwei riesige Einkaufszentren gebaut, die wir uns auch nochmal ansehen mussten. Hier habe ich mich in einen der Länden verliebt, wo es wunderschöne Sommerkleider gab. Hoffentlich gibts den auch in Belfast. Schließlich kam der Augenblick des Abschieds, Elena stieg in den Bus nach Dublin und so ging ein ganz toller Mädelsurlaub zu Ende.

Newry Visitor Centre Newry City Centre Mood Food Bistro Newry Newry Harbour

 

Mittwoch, 08.04.2015

Tell me ma

Dieses Lied ist ein absoluter Klassiker hier drüben und ich möchte es euch auf keinen Fall vorenthalten ...

Dieses Lied ist auch die Antwort auf den Untertitel meines Blogs ;).

Mittwoch, 08.04.2015

Vorfreude auf Besuch aus Deutschland ...

In meinem letzten Blogeintrag hatte ich ja versprochen, dass ich ein Bisschen was über mein Modul "Advanced Forensic and Analytical Science" berichte und deshalb fange ich damit jetzt mal an. Wie alle meine Module ist auch dieses aufgeteilt in mehrere Bereiche. Den Teil zur Analytik, d.h. zu Spektroskopie, Massenspektrometrie und Chromotography, hält Dr. Manesiotis, ein sehr netter, kompetener, griechischer Dozent. Den zweiten Teil hält Dr. Bell, ein Ire, der auch Leiter des Moduls ist. In seinen Vorlesungen haben wir gelernt, wie man die Wichtigkeit bzw. Relevanz eines Beweisstückes richtig analysiert und mathematisch ausdrückt. Außerdem hat er zum Ende seines Teils noch zwei Vorlesungen zum Thema "Blood Stain Analysis" gemacht. Hier wurde erklärt, wie  man aus der Form und Beschaffenheit der Blutspritzer an Wänden und auf Gegenständen Informationen über den Tathergang extrahieren kann. Wie man sich vorstellen kann, haben wir in diesem Zusammenhang eine ganze Menge nicht so appetitlicher Bilder gesehen, hat aber trotzdem Spaß gemacht. Das alles fand ich ja schon interessant, aber so richtig spannend wurde es erst, als die Gastvorlesungen begannen.

Dr. Bell arbeitet eng mit der Einrichtung "Forensic Science Northern Ireland" in Carrickfergus zusammen. Das ist eines von, ich glaube, drei forensischen Laboren auf der ganzen Insel. Von dort hat er Mitarbeiter aus den verschiedenen Abteilungen eingeladen, die uns über ihre Arbeit und ihren Arbeitsalltag erzählt haben. Hier waren die folgenden Themenbereiche vertreten: Analyse von Textilfasern, Schusswaffen, Fingerabdrücke, Schuh- und Fußabdrücke, Alkohol/Drogen/Gifte. Alle Gastdozenten hatten gute Powerpoint-Präsentationen vorbereitet und beantworteten ausführlich alle unsere Fragen, weshalb es oft knapp wurde mit den 60 min, die für eine Vorlesung vorgesehen sind. Der allerletzte Gastdozent jedoch, der offensichtlich der Leiter des Labors war und uns den Vortrag über Fußabdrücke hielt, hatte keine Powerpoint-Präsentation vorbereitet. Er hatte ausschließlich ausgedruckte Bilder und Originalausrüctung zum Zeigen dabei. Das war aber nicht weniger spannend und davon gibt es hier ein paar Bilder, die einen kleinen Teil der Ausrüstung zeigen, die er uns gezeigt hat.

Spezialfolie für Staubfußabdrücke Staub- und Ölfußabdrücke Mein FußabdruckMein Fußabdruck (beleuchtet)  

Nach den Osterferien fahren wir zusammen mit Dr. Bell nach Carrickfergus und machen dort einen zweitägigen Workshop in Tatortanalyse. Angeblich präparieren sie am Ende einen kleinen Tatort für uns, den wir dann selbst analysieren müssen. Weil mich diese ganze Vorlesungsreihe so sehr begeistert hat, habe ich mich für diesen Sommer für ein mehrwöchiges Praktikum beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden beworben.

Wie gerade schon erwähnt, sind jetzt Osterferien oder auch "Spring break" hier in Nordirland. Diese dauert drei Wochen, d.h. noch bis Sonntag, den 19. April. Ich habe zwei Essays und zwei Taking-Home-Test (Fragenkatalog zur Vorlesung), die ich in dieser Zeit bearbeiten muss. Ein Essay habe ich schon fertig und ich habe das Ziel, einen der Taking-Home-Tests noch bis Freitag zu machen. Am Samstag kommt nämlich die Elena und in der Zeit, in der sie da ist, will ich natürlich nicht arbeiten müssen. Dann ist Girls-time! Freu mich schon sehr auf sie. Wir beide haben bereits eine Tour zum Giants Causeway für nächsten Montag gebucht. Ich war zwar schon dort, aber den kann man wirklich nicht oft genug sehen und außerdem schließt diese Tour auch die weltberühmte Bushmills Distillery mit ein. Ich hoffe, das Wetter bleibt so toll wie es im Moment ist. Wir haben Sonne und die Temperaturen klettern bis auf die 15-16 Grad, die sich aber anfühlen wie 20.

Am letzten Wochenende war es zwar noch nicht ganz so schön, aber schön genug für mich, um eine Wanderung im Cavehill Country Park zu machen. Das ist einer der Berge neben Belfast und dort befindet sich auch das Belfast Castle. Die Wanderung war, wenn ich mich richtig erinnere, 7,4km lang und hat ziemlich genau 2,5h gedauert. Durch Wald, Wiesen und eine Menge herrlich blühenden Stechginster ging es relativ steil Berg auf. So war ich zwar ziemlich erledigt, als ich oben ankam, aber ich wurde mit einem unschlagbaren Ausblick über die ganze Stadt und das Meer belohnt. Zum Abschluss gibt es ein paar Impressionen von dieser Wanderung.

Belfast Castle Cave Hill Country Park Cave Hill Country Park Cave Hill Country Park Cave Hill Country Park  Cave Hill Country Park Cave Hill Country ParkCave Hill Country Park Cave Hill Country Park Cave Hill Country Park Cave Hill Country Park Cave Hill Country Park

Freitag, 27.03.2015

"Winter is coming"

Bei dem Titel dieses Blogeintrags handelt es sich um das Motto des Hauses "Stark" aus der Fantasieerzählung "The Song of Ice and Fire" von George R.R. Matrin. Die allermeisten wissen bestimmt, dass diese Erzählung die Grundlage führ die berühmte Fernsehserie "Game of Thrones" ist. Was viele jedoch wahrscheinlich nicht wissen ist, dass mindestens 60% jeder Folge dieser Serie hier in Nordirland gedreht wurde. Deshalb werden hier tatsächlich von vielen Reiseunternehmen Rundfahrten zu den verschiedenen Drehorten angeboten und eine solche Tour habe ich am Anfang des Monats zusammen mit zwei Freunden gemacht. Das Unternehmen hieß McComb's Coaches und die Tour "All about Westeros!". Am Sonntagmorgen ging es gegen 9:00h am Europa Hotel mitten in Belfast los. Wir waren eine kleine Runde von ca. 10 Personen, außerdem unser Reiseleiter und unser Fahrer. Fünf verschiedene Ziele waren für den Tag geplant. Unser Reiseleiter war ein freundlicher junger Mann um die 30, der sich schnell als absoluter Experte und waschechter Fan auf dem Gebiet "Game of Thrones" entpuppte. Die erste Stude Fahrtzeit zum ersten Schauplatz erfuhren wir z.B. im Detail, warum Nordirland als Drehplatz ausgesucht worden war, da nämlich ursprünglich Schottland geplant war. Der erste Schauplatz war die Höhle, in der Melisandre in der Serie des Schattenbaby gebiert, wie eigentlich jeder Abschnitt von Irlands Küste ein wunderschönes Fleckchen und nicht halb so düster wie in der Serie. Danach ging's zu einem Strand, an dem "Brienne von Trath" einen Schwertkampf gegen den "Hund" austrägt, und danach zum Hafen der "Eiseninseln". Am frühen Nachmittag machten wir am "Giant's Causeway" halt, der wahrscheinlich berühmtesten Sehenswürdigkeit Nordirlands. 40.000 große hexagonal geformte Basaltsäulen, die vermutlich ca. 60 Millionen Jahre alt sein sollen, säumen hier einen längeren Küstenabschnitt. Unser Reiseleiter wies uns an, uns bitte nach 2h wieder am Parkplatz einzufinden, und wir nutzten die Zeit zum Spazierengehen und zum Lunch. Mit dem Wetter wir auch in der Tat Glück, Sonne+Wind, eine sehr häufige Kombination hier in Irland. Den Abschluss des Tages bildeten die sogenannten "Dark Hedges", die dunkelen Hecken. Unser Reiseleiter bemerkte dazu, dass dies wieder ein vortreffliches Beispiel dafür wäre, dass in Irland vieles einfach keinen Sinn macht. Deswegen sind die "Dark Hedges" auch weiße Bäume und keine dunkelen Hecken. Fair enough ... es handelt sich dabei um eine Allee mit einer besonderen Baumsort, die sehr geschwungene fast wellenartige Äste hat. Diese Allee kommt in der Serie vielleicht 3min vor, aber sie kommt vor :). Schließlich sind wir dann alle müde, aber sehr zufrieden und mit verstärkter Vorfreude auf die fünfte Staffel (12.4.2015) wieder nach Belfast zurück gefahren. Auch die Rückfahrt wurde uns wieder von unserem Reiseleiter mit interessanten Informationen zu den verschiedenen Schauspielern versüßt. Kaffeepause Daniel und Jolien Cushendun Cave Ballintoy Harbour Ballintoy HarbourBallintoy Harbour The Giant's Causeway The Giant's Causeway The Dark Hedges

Ich habe angefangen "The Da Vinci Code" von Dan Brown zu lesen und passend zum Krimi gibt es auch ganz spannende Sachen aus meinem "Forensic Science" Kurs zu berichten. Aber dazu mehr in meinem nächsten Eintrag...

Dienstag, 03.03.2015

You are now entering free Derry...

Hallo zusammen,

ich bin letzten Samstag Nacht gegen 1:00h wieder gut in Belfast angekommen. Für alle, die es nicht wissen, ich war für drei Tage zu Hause in Grevenbroich, um beim Geburtstag meines Großvaters dabei zu sein, und natürlich um meine ganze Familie bei der Gelegenheit nochmal in den Arm zu nehmen. Ich habe mich besonders gefreut, dass mein Freund Lars zur gleichen Zeit auch in Deutschland war und auch dabei sein konnte. Waren ein paar tolle Tage. Vor allem auch, weil meine Lieblingszwillingsschwester Birgit am Donnerstag die Mitteilung erhalten hat, dass sie ihre schiftlichen Jura-Examensprüfungen bestanden hat. Ich bin so stolz auf sie!!!

Seit meinem letzten Blogeintrag ist der Unialltag ganz normal vonstattengegangen. Ich habe mich im Universitäts-Sportzentrum angemeldet. Bisher hatte ich noch keine Gelegenheit, aber ich bin fest entschlossen, ab nächste Woche das Fitness-Studio zu besuchen und auch ein Bisschen zu schwimmen. Ich erzählt euch dann, was aus diesen guten Vorsätzen geworden ist. ;) Bevor ich nach Deutschland geflogen bin, war ich mit ein paar Freunden in "50 Shades of Grey" und ich muss zugeben, dass der Film wider meiner Erwartungen wirklich nicht schlecht war. Denke ernsthaft darüber nach, die Bücher zu lesen, sobald ich mit der "Hungergames" Trilogie durch bin. Außerdem war ich an dem Wochenende vor Deutschland mit Maria, einer dänischen ERASMUS Studentin, in Derry (Londonderry). Das ist die zweitgrößte Stadt in Nordirland und liegt auf der genau gegenüberliegenden Seite im Westen des Landes. Ich hatte die Reise vorher ein Bisschen geplant, das heißt ich hatte die Busfahrzeiten, Preise und die Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, die man bei einem Besuch dort nicht verpassen sollte. Obwohl das Wetter nicht optimal war, haben Maria und ich an dem Tag alles besucht, was wir uns vorgenommen hatten, und hatten wirklich das Gefühl nordirische Geschichte hier hautnah zu erleben. Nach einer längeren Regenphase wurden wir mit einem Regenbogen belohnt, sowas hab ich überhaupt noch nicht gesehen. Neben dem "Tower Museum" haben wir noch die "Free Derry Corner" und das "Bloody Sunday Memorial" besichtigt. Ich habe mir außerdem ein paar schöne Schafsohringe gekauft (echt irisch ;)). Haben den Tag dann im Pub mit einem Guinness und einem leckeren Essen ausklingen lassen.

Leider liege ich seit Sonntag mit einer Blasenentzündung im Bett. Da ich mir aber ebenfalls am Sonntag noch Antibiotika besorgt habe und brav im Bett geblieben bin, hoffe ich, morgen wieder in die Uni gehen zu können. Außerdem gibts am Wochenende eine "Game of Thrones" Tour, bei der ich wirklich gerne mit möchte. Mal sehen...

Ganz liebe Grüße

Derry_Bogside-Viertel Derry_City-Wall Derry_St-Columbs-Cathedral Derry_Pub Derry_Bloody-Sunday-Memorial Derry_Rainbow+Maria Derry_Mural Derry_Free-Derry-Corner

Freitag, 06.02.2015

One, two, three, four, five six, seven and one, two, three and one, two, three...

Hallo zusammen,

nun ist es schon wieder eine Woche seit meinem letzten Eintrag und es sind wieder einige aufregende Dinge passiert. Z.B. habe ich zum ersten Mal hier im Wohnheim gewaschen :P. Das hat gut geklappt, obwohl es tatsächlich nur zwei Waschmaschinen für den gesamten Wohnheimkomplex gibt. Wahrscheinlich schrecken sie die Leute mit den Preisen ab (2.50 £ pro Waschmaschine, 1.50 £ pro Trockner). Naja, da muss ich mich wohl mit dem Waschen ein Bisschen zurückhalten, aber das wird ja eh überbewertet. Außerdem habe ich letzten Montag zum ersten Mal den irischen Tanzkurz besucht. Das war garnicht so einfach wie es auf dem Tanzabend den Anschein gemacht hat. Ihr könnt es euch am besten vorstellen, wenn ihr das Folgende ziemlich schnell aufsagt:

one, two, three, four, five, six, seven

and one, two, three

and one, two, three

Das ist eine ganz klassische Schrittfolge, wobei man bei dem "one to seven" von einem Ort zum anderen wandert und sich bei den "and one, two, three" auf der Stelle bewegt. Des Weiteren habe ich jetzt so weit alles mit meinen Kursen hier drüben geklärt, d.h. ich bin zu allen angemeldet und habe schon eine ungefähre Vorstellung davon, wann welche Prüfungsleistung anfällt. Hier in Irland und ich denke im ganzen United Kingdom schreibt man nicht nur eine große Klausur am Ende des Jahres, sondern die Note ist aufgeteilt in weitere kleinere Prüfungsleistungen und die Klausur. In meinem Fach "Drug Design" muss ich z.B. ein "Library Project" machen, in dem ich ein Essay über eine bestimmte Literatur schreibe und ein Paper zusammenfasse. Außerdem gibt es fast in allen Modulen kleine Workshops, d.h. praktische Elemente, die auch mit in die Note einfließen. In "Forensic Science" fahren wir z.B. ein Wochenende in ein forensisches Labor in einer nahe gelegenen Stadt und bekommen dort einen Tag lang Unterricht in Tatortanalyse. Am nächsten Tag müssen wir dann einen von denen präparierten Tatort selbst analysieren. Darauf freue ich mich schon sehr.

Denke an euch und bis bald ...

Unsere erste Tanzstunde Titanic Visitorcenter (Standtrundfahrt) Der Hafen (Stadtrundfahrt) Meine Unterschrift auf der Peacewall (Stadtrundfahrt) Gewächshaus Botanischer Garten (neben der Uni)

 

 

Samstag, 31.01.2015

Endlich angekommen...

Am letzten Mittwoch, den 28.1.2015, bin ich um 13:30h in Köln-Bonn losgeflogen Richtung Irland. Um 14:15h irischer Zeit bin ich angekommen, wobei der Flug etwas länger gedauert hat, da der Gegenwind die ganz Zeit sehr stark war. Trotzdem war der Flug eher ruhig und wir kamen nur mit sehr geringer Verspäung in Dublin an, wo uns Sonne und kalter Wind erwarteten. Innerhalb von 15min saß ich dann auch schon im Bus Richtung Belfast. Es war überhaupt kein Problem den Bus zu finden noch ein Ticket zu bekommen. Die Fahr dauerte ca. 2h, wobei es auf der Hälfte heftig anfing zu schneien. Damit hatten wir alle nicht gerechnet und drückten uns die Nasen an den Fensterscheiben platt. Wie die Iren mir bis jetzt bestätigt haben, ist der Schnee hier eine Ausnahmeerscheinung. Es schneit vielleicht ein- oder zweimal im Jahr und dann nicht so viel. Den Klamotten nach zu urteilen, die die Leute hier in dem Wetter tragen, glaube ich das sofort. Naja, im Bus traf ich auf jeden Fall ein Mädchen aus Belgien, die auch ERASMUS Studentin war, und wir teilten uns ein Taxi zur "Elms Village Reception", wo wir unsere Schlüssel für die Studentenwohnheime abholten. "Elms Village" ist der größte Wohnheimkomplex hier. Da wir uns ja nicht auskannten und das Wetter schrecklich war, fuhr uns jemand von der Uni bis direkt vor unser Haus. Leider musste ich dann, nachdem ich die Haustür geöffnet hatte, feststellen, dass mein Schlüssel nicht auf meine Zimmertür passte. Musste ihn in der "Elms Village Reception" nochmal gegen den Richtigen tauschen. Der passte dann auch. An diesem Abend fand ein Wilkommens-Dinner für die ERASMUS Studenten statt. Dieses kostenlose Dinner  mit speziellen irischen Delekatessen wird es ab jetzt das ganze Semester über jeden Freitag für uns geben. Eine schöne Gelegenheit um gemütlich beisammen zu sitzen und die anderen Studenten aus allen Teilen der Welt näher kennenzulernen. Ich denke die unter den ERASMUS Studenten am stärksten vertretenen Nationalitäten sind die USA und Frankreich, wobei ich auch schon Italien, Türkei, Österreich, Belgien, China, Schweden und Finnland getroffen habe.

Am ersten Morgen nach dem Aufstehen habe ich es dann sofort geschafft mit meinem Föhn die Sicherung zu sprengen und damit alle meine Steckdosen außer Kraft zu setzen. Ein super Start. Naja, als ich dann auch noch festgestellt habe, dass meine Haizung nicht funktioniert, habe ich in der "Elms Villlage Reception" angerufen, um die Mängel zu melden. Die haben dann innerhalb einer Studnde jemanden geschickt, der das Problem mit der Sicherung und auch das mit der Heizung in ca. 3min geregelt hat. Alles in allem, habe ich aber ein sehr schönes und großes Zimmer. Außerdem ist alles sehr sauber und die Mitbewohner, die ich soweit getroffen habe, sind sehr nett. Die letzten Tage habe ich mit ganz vielen Infoveranstaltungen verbracht. So viel Information, dass es einen fast ein Bisschen überfordert. Aber es wird sich hier sehr gut um uns gekümmert und man hat das Gefühl, dass man mit nichts alleine gelassen wird, was die Organisation angeht. Die Kurse beginnen nächste Woche Montag. Ich habe die folgende Auswahl getroffen:

- Options in applied technical and macromolecular chemistry

- Drug design

- Advanced forensic and analytical science

Bin vor allem auf den letzten gespannt. Da machen wir so Sachen wie "Crime scene examination" und Analysen von "fibre, fire investigation, firearms, drugs and toxicology, fingerprints, footwear". Außerdem hatten wir gestern einen irischen Tanzabend und es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich direkt zu einem Tanzkurs angemeldet habe. Das Wetter ist auch schon wieder was besser. Es ist zwar ziemlich kalt, aber dafür sehr oft sonning. Habe euch hier mal ein paar Bilder vom Campus und von meinem Haus während so eines Sonnenmomentes beigefügt.

Ich vermisse euch alle in Deutschland und meinen Schatz in Frankreich sehr und sende euch die allerliebsten Grüße aus Irland...

Bereit für die ReiseMount Charles (Hier wohne ich)Mein Haus (Rechte Tür)  Mein Zimmer Mein Zimmer Mein ZimmerUniversity Main Building   Student Card Guinness 

Mittwoch, 05.11.2014

Bewerbung auf die Wohnheime in Belfast

Heute habe ich meine Bewerbung für die Studentenwohnheime in Belfast abgeschickt. Beworben habe ich mich auf die folgenden Wohnheime in der folgenden Prioritätenreihenfolge:

1. College Gardens

2. Mount Charles

3. Malone Road 76

Alle Wohnheime sind Ansammlungen von Reihenhäusern, die von sieben bis zehn Studenten bewohnt werden. Es handelt sich um ein kleines Zimmer mit Bett, Schreibtisch, Schrank, Stauraum und einem Waschbecken. Küche und Bad teilt man sich.

Ende Dezember bekomme ich Bescheid, obs geklappt hat.

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